Daniela Knor

Schriftstellerin

facebook? Nein, danke!

Vielleicht ist dem einen oder anderen von Euch aufgefallen, dass es meine Autoren-Seite bei facebook nicht mehr gibt. Ich hatte facebook ja bereits seit einer Weile boykottiert, in dem ich meinen privaten Account löschen ließ und die Autoren-Seite nicht mehr aktiv genutzt habe. Leider hat nicht jeder den Hinweis gelesen, dass ich über facebook nicht mehr erreichbar bin. Das hat nun den Ausschlag gegeben, dass ich die Seite endlich komplett dicht gemacht habe. Aus diesem Anlass möchte ich die drei wichtigsten Gründe nennen, warum ich facebook ablehne:

  1. facebooks Algorithmen nerven einfach nur. Man bekommt nicht das zu sehen, was wirklich interessant wäre, sondern das, von dem facebook will, dass wir es sehen. Und die Kriterien dafür sind vollkommen intransparent, profitorientiert und deshalb nicht zu meinem oder Eurem Nutzen, sondern nur zu facebooks. Einen guten Artikel darüber, was facebook auf übergeordneter Ebene mit menschlicher Kommunikation macht, findet Ihr hier: https://monde-diplomatique.de/artikel/!5571198.
  2. Der Umgangston auf facebook ist gelinde gesagt unterirdisch. Da werden ständig Leute beleidigt, für dumm erklärt, aggressiv niedergebrüllt und angefeindet. Selbst in halbwegs sachlichen Diskussionen dominieren Besserwisser und Erbsenzähler, die jede Kleinigkeit aufblasen, sodass das eigentliche Thema wieder untergeht. Für diese sinnfreie und unnötig belastende Art von „Kommunikation“ ist mir meine Zeit zu schade. Vor allem aber ist es sogar nachgewiesen, dass es depressiv macht, Zeit auf facebook zu verbringen. Spätestens damit wird dieses pseudo-soziale Netzwerk komplett sinnfrei. Mehr dazu hier.
  3. Und mit dem Link zur Süddeutschen Zeitung kommen wir zum dritten und vielleicht wichtigsten Grund: facebook ist eine gefährliche Datenkrake, die keinerlei Unterstützung verdient. Mit dem Cambridge-Analytica-Skandal (im Zusammenhang mit der Brexit-Abstimmung in Großbritannien) haben wir einen ersten Hinweis darauf bekommen, welche Macht solche Datensammlungen entfalten können. Und facebook sammelt nicht nur alles, was die Nutzer auf der fb-Seite so treiben, sondern geht weit darüber hinaus! Zum Beispiel (und das ist nur ein Beispiel!) auf allen möglichen Nachrichtenseiten: https://netzpolitik.org/2019/konzern-liest-mit-facebook-trackt-nutzer-auf-drei-viertel-aller-deutschen-nachrichtenseiten/

Daraus habe ich einfach die Konsequenzen gezogen, und ganz ehrlich: Ich hab facebook noch keine Sekunde vermisst! 🙂

Illustration: Hermann Traub auf Pixabay.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 10. Juli 2019 von in Digitales Leben, Politik und Gesellschaft und getaggt mit , , .

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