Daniela Knor

Schriftstellerin

Über die Arbeit an der Rhiana-Serie

Band 3:

Das Manuskript war bereits als Band 4 fertig gestellt, als mir mitgeteilt wurde, dass es nun doch schon Band 3 werden sollte. Zum Glück musste ich nicht übermäßig viel ändern, um die Geschichte an Band 2 anschließen zu können. Allerdings dürfte es den einen oder anderen Leser irritieren, dass der in Band 2 so wichtige Erzählstrang um die Thorwaler erst ganz am Ende meines Bandes wieder aufgegriffen wird. Das war natürlich ursprünglich anders gedacht …

Die Serie um die amazonenhafte Rhiana wurde von Hans Joachim Alpers ins Leben gerufen, der auch den ersten Band geschrieben und den groben Handlungsverlauf sowie die Hauptfiguren entworfen hat. Nachdem „Blaues Licht“ bei vielen Lesern gut ankam, hat mich Sarah Nick bei Herrn Alpers empfohlen, als er nach Autoren für die weiteren Bände der Serie suchte. Für mich war es eine Ehre gefragt zu werden, und ich emfand es als interessante Herausforderung auszuprobieren, ob ich mit so vielen Vorgaben zurechtkomme.

So habe ich versucht, an der Hauptfigur Rhiana neue Aspekte und Tiefen herauszuarbeiten, die nicht im Widerspruch dazu standen, wie sie zuvor geschildert worden war (ich musste ja berücksichtigen, wie sie in Band 1 und 2 dargestellt wird). Außerdem durfte ich eine neue Hauptfigur einführen (den in Keft geborenen und in Rashdul erzogenen Rashid), bei der ich mir deshalb mehr Freiheit nehmen konnte. Wichtig war mir wieder (abgesehen von der Tatsache, dass es Talania im offiziellen Aventurien nicht gibt), die Schauplätze und Nebenfiguren mit richtig aventurischem Flair auszustatten. Ich hoffe, dass mir das gelungen ist.

Besonderen Spaß hatte ich an den Tobriern und ihren Erlebnissen in der Schwarzen Sichel, über die ich am liebsten einen eigenen Roman geschrieben hätte. Dazu trug auch die gute Zusammenarbeit mit dem „Kanzler“ von Tobrien, Ulrich Kneiphof, bei, der meinen Bauern einen schönen Dialekt verpasst hat. Aber auch an den Gauklern hatte ich viel Freude, obwohl die (im Gegensatz zum Baron von Willbergen und seiner Landwehr) nicht meine Erfindung sind, sondern bereits in Band 1 einen Auftritt hatten.

Band 5:

Zum zweiten Mal stellte ich mich der Herausforderung, einen Roman nach fremden Vorgaben zu schreiben, und es ist mir dieses Mal leichter gefallen, mit der Situation umzugehen.

Wer die Charaktere schon ein wenig ins Herz geschlossen hat, wird sich bestimmt freuen, ihnen wieder zu begegnen und ihren Weg weiter zu verfolgen. Rhiana wächst allmählich aus der Rolle des gehetzten Opfers des Flammenbundes heraus. Sie ergreift die Initiative und neue Erfahrungen lassen sie über das wahre Wesen der Göttin Rondra grübeln. Sie macht folgenschwere Fehler, die sie in tödliche Gefahr bringen, während ihre Freundin Finni jede schwierige Lage meistert, bis auch sie ausgerechnet im entscheidenden Moment an ihre Grenzen stößt. Der tulamidische Abenteurer Rashid wandelt des Öfteren auf eigenen Pfaden, wobei auch das Geheimnis um seine Vergangenheit und Herkunft ein wenig weiter gelüftet wird. Im Gegensatz zu den bisherigen Bänden tritt die raubeinige Amazone Neel mehr in den Mittelpunkt, vor allem in der zweiten Hälfte der Geschichte.

Besonderen Spaß hatte ich daran, die tobrische Landwehr wieder aufgreifen zu können. Nachdem Baron Rodebert sein Banner aufgefüllt hat, zieht die Truppe nun los, um sich Kunibrands Heer anzuschließen, doch dieses Unterfangen verläuft gänzlich anders als erwartet.

 

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